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Das Ferdinand-Braun-Institut, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik (FBH) im Forschungsverbund Berlin e. V. ist ein international führendes Forschungsinstitut auf den Gebieten der Diodenlaser,UV- LEDs und der Mikrowellenbauelemente.

Auf der Basis von III/V Halbleitern erforscht und realisiert es Komponenten und Systeme u.a. für Anwendungen in Kommunikation, Verkehrs- und Produktionstechnik, Medizin und Biotechnologie. Es verfügt über die gesamte Wertschöpfungskette vom Design bis zu lieferfertigen Systemen.

Für unser Joint-Lab Photonic Quantum Technologies suchen wir eine/n Doktorand/in.

(Kennziffer 18/21)

Thema der geplanten Forschungsarbeiten ist die Herstellung und Ionenstrahl-basierte Strukturierung von zweidimensionalen van-der-Waals-Heterostrukturen für den verlustarmen Transport von polaritonischen Moden. Ein Polariton entsteht durch die Kopplung des elektromagnetischen Feldes (hier Licht im sichtbaren und Telecom-Bereich) an eine dipoltragende Materieanregung. In der Heterostruktur sollen hybride Moden realisiert werden, welche die extrem lokalisierten Plasmon-Polaritonen der einen Lage (z.B. Graphen) mit den verlustarmen Phonon-Polaritonen der anderen Lage (z.B. hexagonales Bornitrid) koppeln. Die Art der Kopplung soll untersucht und variiert werden.

Die Strukturierung erfolgt mit einem Helium-Ionenmikroskop, welches sub-5nm Details ermöglicht. Zusammen mit Kooperationspartnern sollen im Rahmen der Promotion nanostrukturierte van-der-Waals-Heterostrukturen hergestellt und mit Hilfe von konfokaler VIS-Spektroskopie und Nahfeld-Spektroskopie charakterisiert werden. Im komplementären Teil des Projektes erlaubt die Vermessung der gekoppelten hybriden Moden mit Hilfe von Elektronen-Energie-Verlust-Spektroskopie in einem Raster-Transmissionselektronen-Mikroskop die Rekonstruktion vollständiger Dispersionsrelationen. Die Interpretation der Daten gerade im Hinblick auf die Unterschiede zwischen optischer und Elektronstrahl-basierter Anregung der Moden soll durch numerische Modellierung gestützt werden.

Das vorgestellte Forschungsprojekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert und bietet die Chance Teil des DFG Forschungsschwerpunktes SPP2244 (https://2dmp.tu-dresden.de/) zur Physik von van-der-Waals-Heterostrukturen zu sein.  

Voraussetzung ist ein mit sehr gutem Erfolg (Top 20%) abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master/Diplom) im Fach Physik mit soliden Kenntnissen in der Elektrodynamik und Festkörperphysik. Kenntnisse und Erfahrungen in der Rasterelektronenmikroskopie und in der numerischen Simulation (Comsol, Lumerical, Matlab) sind von Vorteil.

Um die wissenschaftlichen Fragestellungen erfolgreich zu bearbeiten, benötigen Sie die Fähigkeit Probleme systematisch und eigenständig zu lösen. Engagement und Freude am experimentellen Arbeiten in einem interdisziplinären Team runden Ihr Profil ab. Gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift sind zwingend erforderlich.

Die Stelle kann zum nächstmöglichen Termin besetzt werden und ist zunächst auf 3 Jahre befristet. Die Vergütung erfolgt nach TVöD (Bund). Das FBH unterstützt aktiv die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. 

Ein besonderes Augenmerk kommt der Gleichstellung der Geschlechter zu. Das Institut ist bestrebt, den Anteil von Frauen in diesem Bereich zu erhöhen. Daher sind Bewerbungen von Frauen besonders willkommen. Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann freuen wir uns auf Ihre Online-Bewerbung. Dazu klicken Sie bitte auf „Online bewerben“ und übermitteln uns auf diesem Wege Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen bis zum 25.06.2021.

Falls Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Frau Dr. Katja Höflich, Tel. 030 6392 2938
mail: katja.hoeflich@fbh-berlin.de